
Die neue Fachstelle wird zum 1. April die Arbeit aufnehmen. Foto: Screenshot
Kirchliche Unterstützung für neue Fachstelle
Die Fachstelle Ereignisnachsorge nimmt am 1. April die Arbeit auf. Die katholische und reformierte Gesamtkirchgemeinde unterstützen das Projekt mit je 60'000 Franken.
Nach einem schwerer Unfall oder einem anderen traumatisierenden Ereignis, leisten kantonale Care-Teams psychosoziale Ersthilfe. Diese ist auf ein paar Stunden oder maximal wenige Tage beschränkt.
Versorgungslücke schliessen
Benötigen Menschen weiterführende Unterstützung, müssen sie oft Monate auf einen entsprechenden Therapieplatz warten. Zwischen Akut-Intervention und Therapie klafft eine Versorgungslücke.
Die neue «Fachstelle Ereignisnachsorge» will diese Lücke schliessen. Gegründet hat sich der Verein im Jahr 2023. Dank Spenden kann die Fachstelle zum 1. April 2025 mit der Arbeit beginnen.
Auch von der katholischen und der reformierten Kirche kommen Gelder. Beide Gesamtkirchgemeinden haben jeweils 60'000 Franken für das Jahr 2025 und 2026 gesprochen, wie es in einer Medienmitteilung am 10. März hiess. Das Geld stammt aus dem Fördertopf «Gemeinsame Projekte».
Bern und darüber hinaus
Wenn die Fachstelle im April ihre Arbeit aufnimmt, wird sich das Angebot zunächst deutschsprachige Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Kanton Bern richten, die ein psychisch ausserordentlich belastendes Ereignis erlebt haben.
Die Dienstleistung der Fachstelle soll danach schrittweise auf weitere Regionen ausgeweitet werden.
Angebot
Die Fachstelle Ereignisnachsorge pflegt laut Webseite ein Netzwerk von qualifizierten Berater:innen. Diese führen mit Betroffenen bsi zu fünf Beratungsgespräche durch. Falls weitere Unterstützung nötig ist, helfen sie bei der Suche nach einem Therapieplatz.
Alle Menschen sollen Zugang zu dieser Unterstützung haben: Falls nötig, übernimmt der Verein eine Teilfinanzierung der Beratungsgespräche für sozioökonomisch schwächere Personen. (ALM)