Eigentlich wäre ich schon im Ruhestand. Eigentlich. «Aber: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt». Das kennen auch Patient:innen und ihre Angehörigen. Eine Frau spricht mich an und erinne
Das Piketthandy klingelte um 02.00 in der Nacht. Einem Patienten auf der Intensivstation gehe es zusehends schlechter und die Familie wünsche Begleitung und ein Gespräch mit der Seelsorge. Es wurde
Viele von Ihnen, liebe Leser:innen, werden inwendig auswendig fortfahren können: Mir wird nichts mangeln ... Es ist der Beginn des vielleicht bekanntesten Psalms, Nummer 23. Und obwohl ich durchaus k
Ich bleibe dem Wort Seele auf der Spur: Eine mir nahestehende Frau hat für ihre kunsthandwerkliche Arbeit die Überschrift «beseelt» gefunden. Ich habe sie so erlebt, dass sie sich entscheidet und si
Was kann ich machen, wenn es mir nicht gut geht? Vor Kurzem bin ich auf eine «Formel des Wohlbefindens» gestossen, die eine Antwort auf diese Frage anbietet. Zunächst dachte ich: Formel? Das klingt ge
Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen; man muss sie Stufe für Stufe die Treppe hinunterlocken. Mark Twain Gewohnte Muster erleichtern mir das Leben: Kopf, Hände und Füsse
Ich bin Seelsorgerin von Beruf, angestellt im Inselspital. Ich zweifle nicht daran, dass das eine wichtige und anspruchsvolle und oft auch geschätzte Arbeit ist. Und doch begegnet mir immer wieder ein
«Ob ich bei Frau K. noch vorbeigehen könnte», fragt mich die Pflegefachperson, «es habe drum nicht mehr für den Hund gereicht». «Wie meinst du das?», frage ich zurück und sie erklärt, dass auf der Pal
Als Springer – so nennen wir den Einsatz auf einer Abteilung, in der wir als Seelsorgende nicht in der Erstverantwortung stehen – werde ich zu einem Patienten gerufen, der nach langem Spitalaufenthalt
Ich bin in einem dieser berüchtigten grossen Mehrbettzimmer, liebevoll «sechser Männer-Säli» genannt. Ihre Tage sind angezählt, spätestens mit der Inbetriebnahme des neuen Bettenhochhauses wird es hi